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In den neunziger Jahren wurde das ehemalige Franziskanerkloster umfassend renoviert. Im Mai 1999 wurde die erste Exposition des Kadaner Stadtmuseums für die Öffentlichkeit geöffnet. Die Dauerexposition in den gotischen Klosterkellern wurde den mineralogischen Merkwürdigkeiten der Region gewidmet.

Hlavní sál expozice mineralogie Der Hauptsaal mit der mineralogischen Exposition

Die Exposition stellt eine Übersicht der Bodenschätze von der nahen sowie weiterer Umgebung der Stadt Kadan dar. Am wichtigsten ist die jaspis-amethyst Substanz aus Cibousov und Domasin im Erzgebirge. In den achtziger Jahren wurde bewiesen, dass bereits diese Standorte dem Keiser Karl IV. im 14. Jahrhundert für die Wandvertafelung von zwei bedeutenden Kapellen dienten – der St. Wenzelkapelle im Prager Dom und der Heiligenkreuzkapelle in der Burg Karlstein. Weiter macht die Exposition aufmerksam auf Seladonit, der in der Vergangenheit für Fertigung der charakteristischen grünen Farbe „kadaner Farberde“ benutzt wurde.

Beachtung findet auch die geologische Vergangenheit unseres Gebietes, welche durch die ausgestellten versteinerten Pflanzen und Lebewesen belegt wird. Sie wurden beim Kohlenförderung von Berggeologen entdeckt.

Das dritte Thema ist die Förderung und Verarbeitung von Rohstoffe im Uralter und Mittelalter, aus archäologischer Sicht gesehen. Besonders interessant ist das Teilstück über Glashüttenwesen auf den Erzgebirgischen Bergenkämmen. Die Exposition in den Klosterkellern konnte dank bedeutsamer Förderung der Nordböhmischen Bergbau-Aktiengesellschaft (Severočeské doly, a. s.) und CEZ Gruppe entstehen. Neben einzelnen Experten beteiligten sich daran auch das Regionalmuseum in Chomutov (Komotau), der Institut für archäologische Denkmalpflege Nordwestböhmens in Most (Brüx) und das Staatkreisarchiv in Chomutov mit Sitz in Kadan. Manche Exponate wurden auch von den Depositären des Nationalmuseums und des Technischen Nationalmuseums in Prag ausgeliehen.

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